5.3.
Die Nacht war schnell vorbei und um 5 Uhr schälten wir uns wortlos aus unseren warmen Betten und zogen uns an. Mit Flipflops an den Füßen stiegen wir in die Jeeps und Luis fuhr voll durchs Salzwasser mitten rein, bis keine anderen Touristen in unserer Nähe mehr waren. Wir warteten noch kurz und wateten dann im kalten Wasser herum, um die Sonne zu begrüßen.
Als alle Fotos gemacht waren, stiegen wir in die Autos und ich war froh, dass ich meine Boots samt Socken noch mitgenommen hatte; so konnten sich jetzt meine Füße wieder einigermaßen aufwärmen!
Zum Frühstück fuhren wir zu einer Art großem Pavillon, in dem es Tische und Salzhocker gab und wo die Guides ihren Teilnehmern ein Frühstück kredenzen konnten. Außen gab es noch ein großes Salzmonument zu Ehren der Rallye Paris-Dakar, die ja seit einigen Jahren aus Sicherheitsgründen von Afrika nach Südamerika verlegt wurde, und die auch hier schon stattgefunden hatte. Des Weiteren auch eine Sammlung von Flaggen, wo sich jeder Patriot sein Fähnle suchen konnte.
Nun kam der ganz besondere Teil unseres Besuchs im Salzsee: Das berühmte Fotoshooting, wo der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Unsere Neuseeländer starteten gleich voll durch, während wir anderen noch etwas zögerlich waren und nicht so recht wussten, was es für Tricks gab. Aber Luis war ja ein erfahrenerer Guide und gab uns gute Vorschläge für Fotos und Videos. Und bald waren wir alle so richtig begeistert von den Ergebnissen!
Bevor uns Luis in Uyuni absetzte, versammelten wir uns noch ein letztes Mal zum gemeinsamen Mittagessen und hatten unseren Spaß mit einem recht zahmen Lama.
Dann kam der Moment des Abschieds und alle waren traurig, dass nun jeder wieder seiner eigenen Wege gehen würde... Irgendwie waren wir echt gut zusammengewachsen.
In Uyuni wieder das bekannte trostlose Bild, als Luis uns zum Busbahnhof fuhr und dort ablud. Ich schaute mich gleich mal nach einem Bus nach La Paz um, aber fast alle Agenturen hatten geschlossen. Außerdem wusste ich, dass viele La Paz-Verbindungen heute wegen des Karnevals in Oruro gecancelt waren, da die Busse eben nach Oruro fuhren. Auf der Straße veranstaltete eine kleine Gruppe Karnevalisten einen Heidenlärm, was nicht gerade meine Stimmung förderte. Luis meinte noch, dass am Nachmittag die Agenturen bestimmt wieder offen seien; doch so lange wollte ich nicht warten und suchte weiter. Dann endlich wurde ich fündig und erstand ein Ticket für 190 Bs (ca. 24€). Da der Bus erst abends um 21h fuhr, bedeutete das eine laaaange Wartezeit für mich, aber das war mir egal. Hauptsache weg aus Uyuni!
Ich setzte mich auf eine Bank in den Schatten und beobachtete die Menschen um mich herum - wie das Rentner halt so machen. Eine Zeitlang gesellte sich noch ein Neuseeländer dazu und später führte ich sogar eine kleine Unterhaltung mit einer älteren Bolivianerin! Dann endlich war es soweit: Tschüss Uyuni!!!


































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