Mittwoch, 13. März 2019

Dritter Tag

4.3.  
Ausnahmsweise durften wir ja heute morgen etwas länger schlafen: Frühstück gab's um 7:20h, Abfahrt war um 8h.

                                   
Hier hatten wir übernachtet.

Luis war noch am Auto beladen und schickte uns schon mal los.
Am Ende des Dorfes war ein Schlagbaum.

Neben dem Schlagbaum saß eine Frau im Schatten. 
Ihr Job war es, ihn zu öffnen!

Die erste Station war im Italia Perdido, einem Felsental mit vielen Klettermöglichkeiten. Beide Gruppen trafen zur gleichen Zeit ein und so machten wir viele Gruppenbilder. Alle hatten viel Spaß, und Shawn aus Neuseeland war kein Felsen zu hoch! Er stand immer ganz oben! Einer der Felsen nennt sich übrigens Copa del Mundo.



Luis und Noemi








Ein malerischer Canyon nennt sich Anaconda, weil sich ein Fluss entsprechend hindurchschlängelt.



Es wurde immer malerischer, besonders der Weg zur Laguna Negra, wo sich ein paar Lamas nicht aus der Ruhe bringen ließen und auch ein paar Hasen mit langem Schwanz, Vizcachas, durch die Felsen huschten. 








Mittagessen war ein leckeres Picknick an einem kleinen Flüsschen, wo auch Lamas gemütlich vor sich hin grasten; als ein paar von ihnen die Straße überquerten, verfolgte ich sie und ein kleines Lama drehte sich um und kam neugierig auf mich zu!




Dann nahmen wir Kurs auf Uyuni, wo der Besuch des Lokomotivenfriedhofs zum Pflichtprogramm gehört. Die verrosteten Lokomotiven geben interessante Fotomotive ab und einige von uns  kletterten begeistert darauf herum.







Je näher wir Uyuni kamen, desto länger wurden die Gesichter einiger von denjenigen von uns, die 1-2 Nächte hier geplant hatten, denn der Plastikmüll schon vor der Stadt ließ nichts Gutes erahnen. Die Stadt selbst ist nicht viel besser, Hunde stöbern in großen Müllcontainern herum, die Straßen sind wenig einladend - kurzum, jeder wollte so schnell wie möglich wieder weg von hier. Ich war froh, dass ich morgen gleich nach der Tour den Bus zurück nach La Paz geplant hatte; nun brauchte ich nur noch ein Ticket! Luis versprach, sich drum zu kümmern, was ich sehr nett von ihm fand und so sah ich dem letzten Tag unserer Tour recht entspannt entgegen.

Wir fuhren nun zu unserer letzten Unterkunft und was uns da erwartete, hätte keiner geglaubt! Wir wussten zwar, dass es sich um eine 'einfache' Unterkunft handeln würde, aber das war so strange, dass es uns erst mal die Sprache verschlug! Das ganze Haus war aus Salz: Die Wände, die Einrichtung, die Bettgestelle, der Boden... So was hatten wir noch nie gesehen! Klingt natürlich sehr ausgefallen und kreativ - aber der erste Gang zum Klo war sehr ernüchternd: keine Klospülung, kein fließendes Wasser am Waschbecken, nur große Fässer voll Wasser mit Eimern zum Nachspülen!!! Da wollt ihr kein Foto davon sehen, sag ich euch! 


Wir hatten diesmal nur ein Zimmer für alle, wobei ein Bett zu wenig war! Der Raum war eh schon gut voll, aber man baute schnell noch ein weiteres Bett aus Salzblöcken zusammen. Doch die Stimmung in unseren beiden Gruppen war so gut, dass wir das Ganze mit Humor nahmen und noch Witze darüber machten.









Schließlich war es Zeit für den Sonnenuntergang und mit dem Jeep fuhren wir bis an die Wasserkante. Da es in letzter Zeit hier viel geregnet hatte, gab es auf dem Salar, dem Salzsee, eine Wasserfläche, und wir freuten uns schon auf morgen und viele tolle Bilder mit besonderen Spiegeleffekten. 


Leider hatten heute Abend noch viele andere die Idee, den Sonnenuntergang zu genießen und so teilten wir uns den Anblick mit vielen Selfie-Makern, Posern und anderen Touris. Dazu zogen wir unsere Schuhe aus und stapften barfuß durch die Salzschicht wie durch Sand. Die Sonne enttäuschte uns nicht und ging äußerst effektvoll unter:










Nun ging es zurück zu unserer Salzbleibe, wo Noemi schon begonnen hatte, das Abendessen vorzubereiten. Außer uns gab es noch andere Gruppen, darunter eine große mit lauter Koreanern, die die wenigen Steckdosen, die es gab, mit ihren sämtlichen Devices belegt hatten, sodass ich an meiner Powerbank sehr froh war. 

Beim Abendessen schlug Shawn vor, gegen 23Uhr den Sternenhimmel anzuschauen und zeigte tolle Fotos aus dem Internet, was uns schnell überzeugte. Auch wenn das eine SEHR kurze Nacht bedeutete, da wir um 5Uhr für den Sonnenaufgang schon wieder aufstehen mussten, schlappte ich begeistert mit...
Und habe es nicht bereut! Shawn machte von uns Mädels super Fotos mit dem Sternenhimmel hinter und über uns!! Ich hoffe, ich bekomme die Bilder irgendwann mal zugeschickt, denn die beiden Neuseeländer sind auch noch bis Mai unterwegs...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen