21.3.
Heute war er nun gekommen: Mein Machu Picchu Tag! Im Januar auf's Geratewohl gebucht, immer mit der Gefahr, dass wegen schlechten Wetters nix zu sehen wäre! Aber die Inka-Götter waren mir wohlgesonnen und bescherten mir einen tollen Tag!!!
Beim Aufwachen um 6:15h war der Himmel zwar bewölkt, aber weit entfernt von dem lausigen Wetter gestern! Mein Ticket galt ab 8h, und so hatte ich genügend Zeit in Ruhe zu frühstücken. Die Frage, ob ich zum Eingang hochlaufen wollte, stellte sich mir erst gar nicht! Ich leistete mir für ca. 10€ den Bus, hatte mir aber vorgenommen, zumindest am Ende des Tages von Machu Picchu nach Aguas Calientes hinunterzugehen, falls ich nach meiner Wayna Picchu-Besteigung nicht zu erschöpft war!
Tolle Ausblicke schon vom Bus aus!
Vor dem Eingang wird man gleich von Guides belagert, die einem das Gelände zeigen möchten. Da ich bis zur Wayna Picchu-Besteigung noch über 2 Stunden Zeit hatte, entschied ich mich an einer geführten Tour teilzunehmen, um ein bisschen Infos zu bekommen, und so landete ich in einer Gruppe mit 3 netten jungen Thais und einem älteren Ehepaar aus Australien. Zuerst waren 50 Soles pro Person ausgemacht, doch dann stießen die beiden Australier dazu und ich hörte, wie der Guide von beiden zusammen 80 Soles verlangte. Er hatte das auf Spanisch gesagt, aber ich hab dass dank meiner hervorragenden Sprachkenntnisse natürlich mitbekommen und hakte gleich nach!! Schwob bleibt Schwob!!! So zwinkerte ich unserem Guide zu und bekam die Tour auch für 40 Soles! Als Budget-Touri muss man schauen, wo man bleibt!
Aber er hat uns zu guten Plätzen für Fotos geführt und uns auch fleißig fotografiert!
Ich hab‘s tatsächlich hierher geschafft!!!
Das ist der Wayna Picchu - da will ich nachher noch hinauf!
Zwischen 10:30h und 11h durfte ich mich am Tor zum Wayna Picchu eintragen, alles ist genau reglementiert und man muss den Originalpass vorlegen! Sie lassen am Vormittag auch nur je 200 Personen in zwei Schichten rein und man muss Monate vorher buchen, um überhaupt zum erlauchten Kreis zu gehören! Da ich in der zweiten Schicht war, sah ich einen Teil der Touris aus der Frühschicht schon wieder runterkommen und ich sag euch: Manche sahen ganz schön fertig aus! Vor allem viele Ältere wussten wahrscheinlich gar nicht, was da auf sie zukam! Ich stieg indessen munter los und machte halt immer mal wieder eine kleine Verschnaufpause. Nach knapp 1,5 Stunden war ich oben und traf auch meine 3 Thais wieder.
Der Abstieg verlief entsprechend schneller, sodass ich insgesamt nur 2 Stunden gebraucht hatte. Unten am Tor musste man sich dann wieder austragen, damit alles seine Richtigkeit hat!
War alles halb so schlimm!
Und für den Ausblick hat es sich auf alle Fälle gelohnt!
Ein wohlverdienter Apfelkuchen mit dem Wayna Picchu als Kulisse!!!
Eine Treppe zu einer Ebene, die nie fertig gestellt wurde.
Sie blüht nur einen Tag!
Templo del Condor
Durch das offene Fenster fällt das Licht der aufgehenden Sonne am 21.Juni genau auf das linke Wasserbecken und im Dezember durch ein Fenster rechts in einer Wand auf das rechte Wasserbecken!
Irgendwann sah ich in der Ferne Regenwolken auftauchen und beschloss mich an den Abstieg ins Tal zu machen, denn ich fühlte mich noch recht fit. Man kann nun die Straße entlang gehen, inhaliert dann aber die Auspuffgase der vielen Busse, die die Tagestouristen oder Gehschwachen ins Tal befördern; oder man steigt einfach den Shortcut über zahllose Inkastufen hinunter. Wie alle anderen nahm ich natürlich auch den Shortcut und stieg gemächlich in meinem Tempo bergab. Aber hallo, das nahm überhaupt kein ENDE!!! Ich hab keine Ahnung, wie viele Stufen das waren, jedenfalls überwand ich auf diese Weise an die 400 Höhenmeter! (Und wenn man den Wayna Picchu dazurechnet, waren es 600 Höhenmeter!)
Dazu waren sie unterschiedlich hoch und ich wähnte mich schon fast wieder auf der chinesischen Mauer!
Irgendwann kam das Rauschen des Urubamaflusses näher und ich sah mich schon in Aguas Calientes einlaufen. Aber weit gefehlt: keine Stadt in Sicht! Stattdessen ging es im Nieselregen eine Landstraße entlang, gefühlte 3-4km weiter, bis dann endlich die ersten Häuser in Sicht kamen! Von da war es dann nur noch ein Katzensprung bis unter meine Dusche!!!
Dazu waren sie unterschiedlich hoch und ich wähnte mich schon fast wieder auf der chinesischen Mauer!
Irgendwann kam das Rauschen des Urubamaflusses näher und ich sah mich schon in Aguas Calientes einlaufen. Aber weit gefehlt: keine Stadt in Sicht! Stattdessen ging es im Nieselregen eine Landstraße entlang, gefühlte 3-4km weiter, bis dann endlich die ersten Häuser in Sicht kamen! Von da war es dann nur noch ein Katzensprung bis unter meine Dusche!!!
Wenn ich mir vorstelle, dass viele Traveller diese Tortur in beide Richtungen auf sich nehmen, um Geld zu sparen, bin ich sehr erleichtert, dass mir das erspart blieb! Eine Richtung - und zwar die von oben nach unten - hat mir schon völlig gereicht!
Allerdings führt der Weg durch eine malerische, üppige Vegetation und hier wurde mir wieder einmal klar, dass die Bergwelt rund um Machu Picchu von Regenwald bedeckt ist!
Während des Abstiegs malte ich mir schon meinen nächsten Programmpunkt aus: eine schöne Massage in einem der vielen Salons, die es hier zuhauf gibt! Und nach der Dusche machte ich mich auch schon bald auf den Weg...! Voll der Genuss nach dem vielen Wandern heute! Dann noch ein Essen mit einem Bierchen und ich fühlte mich wie neugeboren!!!
Morgen toppe ich das Ganze noch mit einem ausgiebigen Bade in den heißen Quellen!
Von meinem iPad gesendet












































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