Dienstag, 19. März 2019

Moray und Las Salineras

16.3.

Gestern Abend habe ich übrigens noch einen Tripadvisor Tipp aufgesucht und bin in einem winzig kleinen Restaurant gelandet. Da ich aber wieder so früh dran war, hatte ich unter den vier Tischen volle Auswahl und bestellte mir noch mal Alpaka, diesmal im Taco! Und das bekam ich dann:


Muss ich noch erwähnen, dass es so lecker geschmeckt hat wie es aussah???!
Anschließend suchte ich noch nach dem berühmten Stein mit den 12 Ecken, der tatsächlich nur ums Eck war:


Inzwischen war es dunkel geworden und ich durchstreifte die malerischen Gässchen von San Blas.







Für heute hatte ich eine Tour nach Moray und den Salineras, den Salzterrassen, gebucht. Am Morgen wieder das gleiche Prozedere: bestellt auf 8h diesmal, dann wieder rüber zum Brunnen und erst mal gewartet. Dann kleiner Unterschied zu gestern: ich bekam eröffnet, dass sie heute gar keine Tour nach Moray mangels Interesse hätten!  (Und deshalb steh' ich extra um 7h auf!?!?) Aber: man würde gerade herumtelefonieren, ob ich bei einem anderen Unternehmen mit könnte! Ich solle doch mal mit zu den Bussen kommen...! Und stellt euch vor: Es hat tatsächlich geklappt!

Bevor wir aber Moray erreichten, ging es erst mal wieder zu einem typischen Touri-Stopp, wo man uns zeigte, wie die Alpakawolle verarbeitet und gefärbt wird - natürlich alles mit Naturmaterialien! Und ich muss zugeben: Es war sehr interessant!




Es gab auch ein Meerschweinchenhaus! Ihr wisst ja: die werden hier gerne verspeist!
Ich konnte mich allerdings noch nicht dazu entschließen: die werden nämlich mit Kopf serviert!

Aus dieser Wurzel wird Seife gewonnen






Aus diesem Kaktus hat sie einen Parasiten gegrubelt und in der Handfläche zerdrückt, wobei ein kräftiges Rot entstand!


Es gab natürlich auch viele Dinge zu kaufen, wie zum Beispiel:




Und wieder bin ich schwach geworden und habe mir noch ein Mützchen aus Babyalpakawolle geleistet! Eigentlich wollte ich ja nix kaufen! Alle saßen schon im Bus und warteten auf mich, aber es gab keine bösen Blicke. :)
Dann war endlich Moray dran, eine beeindruckende Anlage mit vielen Terrassen, auf denen die Inkas systematisch das Verhalten von Pflanzen untersuchten; somit war das ganze Gelände eine Art Laboratorium.








Bevor wir die Salzterrassen zu sehen bekamen, wieder ein Stopp an einem Laden, wo man uns auf die hohe Qualität des Salzes aufmerksam machte. Die Päckchen waren preislich hier ungemein günstig im Vergleich zu Cusco und erst recht zu den Horrorpreisen in den USA! Außerdem gab es auch Schokolade mit Salz, die mich aber nicht vom Hocker riss. Zum Glück gab es auch andere Sorten und ich ließ mich auf den Schokotest ein! (Eine Tafel habe ich noch nicht probiert, deshalb kann ich noch keine Meinung abgeben!)

Die Salzterrassen sind eine beeindruckende Anlage und befinden sich in einem Seitental des Heiligen Tales. Leider findet zur Zeit keine Salzgewinnung statt, da ja Regenzeit ist und die vollständige Verdunstung des Wassers nicht gelingt. Aber ich konnte eine Probe des salzigen Wassers nehmen, das da in kleinen Kanälen aus dem Berg läuft und ich kann euch sagen: Das ist so was von konzentriert, dass sich einem die Gesichtsmuskel zusammenziehen wie beim Biss in eine Zitrone!
Immerhin hatte das Wetter auch heute gehalten und obwohl schon wieder Wolken aufzogen und es in den Bergen regnete, erwischten wir die Salineras noch bei Sonnenschein!











Als wir zurück in Cusco waren, nutzte ich mein Touristenticket, das alle kaufen müssen, noch aus und besuchte das Museo Histórico Regional - hier ein paar der Ausstellungsstücke:









Die viele Kultur macht echt hungrig; deshalb kam jetzt Restauranttipp Nummer 3 dran: Wieder Bioprodukte aus eigenem Anbau und im Internet hochgelobt. Ich entschied mich mal wieder für Forelle, diesmal mit verschiednen Kräutern. Da die Portion zwar sehr lecker, aber nicht sehr groß war, gönnte ich mir ausnahmsweise mal ein Dessert! 



Als ich angekommen war, herrschte eine angenehme Atmosphäre im Restaurant. Das änderte sich schlagartig, als eine Horde Australier hereinkam und zwei Mädels an einem der Tische wiedertraf. Nach der obligatorischen Umarmung schnellte der Lärmpegel so was von in die Höhe, dass ein rumänisches Ehepaar am Nebentisch fluchtartig das Lokal verließ. Ich hielt wacker durch, fühlte mich an gemeinsame Essen im Schullandheim erinnert!

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