Donnerstag, 18. April 2019

Schnorcheltour zur Insel Pinzón

12.4.

Man hatte mich ja schon gewarnt: Die Galapagosinseln sind schweineteuer! Und na ja, sie nehmen es hier schon von Lebenden! Touren egal welcher Art gehen so bei 130$ los, Flaschentauchen kommt auf 160-200$ - je nach Anbieter. Da ich nur schnorcheln wollte, hätte ich für heute für 130$ eine Tour nach Pinzón gebucht. Um 8Uhr wurden wir an der Agentur abgeholt, bis alle dann aber da waren, wurde es locker 8:45h. Wir waren zu siebt und Claudia war unser Guide. Mit einem Speedboat ging es dann zackig durch die Wellen. Nach etwa 1 Stunde waren wir da und dank der Fotos von Claudia kann ich euch einen Teil von dem zeigen, was wir gesehen haben...Ich staunte übrigens nicht schlecht, als mir plötzlich nur wenige Meter unter mir ein Hai entgegen kam! Er beachtete mich gar nicht, sondern schwamm gemächlich weiter. Ich sah zu, dass ich von der Stelle weg kam und hielt mich an Claudia, die mich aber dann beruhigte: das war ein sogenannter Weißspitzen-Riffhai, eine ungefährliche Art, ganz im Gegenteil zum Galapagoshai, dem niemand begegnen wollte! Na, dann war ich ja echt beruhigt!!! Vor allem, als schon bald darauf wir alle schnell zurück zum Boot sollten, weil doch eine andere Haiart gesichtet worden war...!







Und nun war Fischen angesagt! Keiner von uns hatte recht Lust, sich hier mit einer Angel aufs Boot zu stellen; wir wollten lieber noch mal Schnorcheln gehen. Aber die Crew hatte schon alles vorbereitet und 2 Angeln bereits in die Vorrichtungen am Schiff gesteckt. Schon bald drehte sich das Rädchen mit der Schnur an einer Angel wie wild und einer jungen Amerikanerin wurde die Angel am Bauch befestigt und sie sollte nun den Fang einholen! Hey, sie hatte ordentlich zu schaffen und kämpfte nicht schlecht und am Ende musste die Besatzung ihr noch helfen: am Haken hing ein etwa 30 Pfund schwerer Thunfisch! Er wurde herausgezogen und in einen Hohlraum unter dem Schiffsboden verfrachtet.Dort wurde er mit ein paar kurzen Schlägen aus dem Leben gerissen und später sicher irgendwo verscherbelt.





Nach dem Mittagessen meinte Claudia, wir könnten jetzt hier noch an den Felsen entlang schnorcheln, da gäbe es wohl noch Schildkröten und anderes, bevor wir zum nächsten Schnorchelpunkt fahren würden. Inzwischen war es sehr bewölkt und begann auch schon zu regnen, was keinen so richtig dazu animierte, gleich wieder ins Wasser zu hüpfen. Da wurden plötzlich Delfine nicht weit entfernt gesichtet und ihr hättet sehen sollen, wie schnell wir alle auf einmal im Wasser waren! Vor allem zwei Mädels aus Madrid flippten schier aus vor Begeisterung und steckten uns alle an. Das war fast schon filmreif!
Bis wir uns aber so richtig auf den Weg machten, waren die Delfine schon wieder weg, ein anderes Boot war näher dran gewesen und die Schnorchler dort hatten die besseren Karten. Doch dann nahm unser Captain mit uns Kurs auf die Delfine und schon bald schossen sie neben uns munter durchs Gewässer, manchmal sogar unter uns hindurch.






Zum Abschluss machten wir noch an einem Strandabschnitt von Santa Cruz Halt und schnorchelten in seichten Gewässern. Claudia zeigte in eine Richtung und meinte, da gäbe es ziemlich sicher Haie und da würden wir jetzt hinschwimmen! Okeee!?! Wir also hinterher und tatsächlich: wir fanden gleich 2 wieder von der Sorte 'der tut nix'! Außerdem gingen wir an Land und sahen einige ziemlich große Exemplare von Leguanen, die unter den Mangroven Schutz vor der Sonne suchten. Wieder im Wasser gab's noch ne große Schildkröte und Rochen zu entdecken.








Alles in allem ein gelungener Tag!

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