Samstag, 26. Januar 2019

Schwarzer Gletscher und Handball

Sehr unwillig reagierte Harald heute morgen, als seine Mitreisenden auf den Ausflug zum 'Schwarzen Gletscher' bestanden, denn aus Zeitgründen gab es keine Alternative - um 16 Uhr wurde aber schon die Qualifikation fürs Handball-Halbfinale zwischen der deutschen Mannschaft und den Spaniern übertragen!!! Und für Harald war das ein Muss!!!
Das Dilemma nun war, dass die Straße für die Rückfahrt erst ab 16 Uhr wieder in der Gegenrichtung befahren werden durfte...! Harald gab schließlich nach und schlappte mit zum Schwarzen Gletscher und einem seiner zahlreichen Wasserfälle;  im Innern und auch manchmal akustisch wahrnehmbar stetig jammernd, dass dieser Gletscher das Handballspiel in keiner Weise aufwog!!!
Als wir an einem Restaurant ankamen, bei dem wir auf die Öffnung der Straße warten wollten, verschwand Harald im Gebäude - und kam strahlend wieder heraus: Hier gab es zwar kein Netz im Handy, dafür aber einen Fernseher mit Satellitenempfang und eine gemütliche Sofaecke!!! In diese versank er selig mit einem Bier und die Welt war wieder in Ordnung! Dass direkt daneben nach einem Wasserrohrbruch ständig Wasser aus der Decke tropfte und in mehreren Wannen aufgefangen werden musste, störte Harald in keinster Weise...!



Die deutsche Mannschaft gewann übrigens knapp, und während uns Hermann in den zwei Stunden danach aus dem Nahuel Huapi Nationalpark zurück fuhr, hatte Harald genügend Zeit, das Spiel noch mal zu kommentieren...

Noch eine Anmerkung zum Gletscher:

Es handelt sich hierbei um den einzigen schwarzen Gletscher Patagoniens, den Ventisquero Negro. Er liegt am Fuße des höchsten Berges der Region, dem Cerro Tronador (3.554); sein Name der 'Donnernde' kommt von den laut herabfallenden Eisstücken des oberen weißen Gletschers... Aber als WIR da waren, fiel nicht EIN Stück herunter - typisch!
Die ungewöhnliche dunkelbraune Farbe des Gletschers stammt von Erde und Sedimenten, die der Gletscher in seiner Entstehungszone aufgenommen hat, welche durch den Río MansoGletscher gespeist wird. Leider kamen wir nicht näher an ihn heran, schon gar nicht auf ihn drauf wie beim Perito Moreno Gletscher!! Doch ich fand ihn trotzdem sehr beeindruckend...

Auf dem Weg dorthin kamen wir auch am Lago Mascardi vorbei, mit einigen hübschen Viewpoints.





Dieses Foto war hart erkämpft, denn es tummelten sich hier Unmengen an Touristen und Tourbussen, die alle diesen Halt im Programm hatten und im Minutentakt eintrafen.




Wir versuchten uns möglichst schnell vom Acker zu machen, denn wenn man erst einmal einen dieser Busse vor sich hatte, verschwand man für einige Zeit in einer mächtigen Staubwolke!

Um die  die Kehle abends wieder staubfrei zu kriegen, blieb nur eins: 
Gut durchspülen in einer guten Kneipe!







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