Harald war nicht gerade begeistert, dass der Wecker schon um 7h los ging, aber seine Reisegefährten hatten sich für den Nationalpark viel vorgenommen und bestanden auf eine zeitige Abfahrt. Um 8h wollten wir um die Ecke zum Frühstücken... Und ob ihr's glaubt oder nicht: kurz vor acht wurde ich aus meinen Träumen gerissen!!! Da schlafe ich einmal nicht mit den beiden im Zimmer und schon verpenn' ich! Mein Handy hatte sich übrigens einfach so eine Stunde zurückgestellt und noch nicht geklingelt! Mein Traum war aber auch echt schräg: Ich war in meiner ehemaligen Schule und erzählte den Kollegen, dass ich eigentlich zur Zeit in Argentinien sei und auch wieder dorthin zurückgehen würde!?!? Was nicht ganz korrekt war, denn inzwischen war ich ja in Chile, aber im Traum spielt das wohl keine so große Rolle. (An dieser Stelle grüße ich ganz herzlich alle (Ex-)Kollegen am PMHG, die diesen Blog zufällig lesen!)
Ich sprang schnell in meine Klamotten und kurz darauf zogen wir ein paar Häuser weiter zum Frühstücken. Zu unserer großen Freude gab es ein richtiges Frühstücksbüffet für um die 6€ in gemütlichem Plüschambiente, fast wie in einem altenglischen Landhaus.
Gut gestärkt packten wir unser Zeug ins Auto und fuhren noch schnell am Supermarkt vorbei, um lebenswichtige Dinge wie Wein, Bier und Vesper zu besorgen (mit Männern reist man einfach anders - Frauen würden ja eher Prosecco einkaufen!)
Nun also nahmen wir steil Kurs in Richtung Nationalpark und landeten, kaum dass wir von der Hauptroute abgebogen waren, auf einer Schotterstraße. Diese ruckelten wir etwa eine Stunde entlang, bis wir zum Eingang des Parks kamen, wo wir uns registrieren lassen mussten.
Danach ging's weiter auf Schotter, was besonders Freude machte, wenn man einen vor sich hat, der heftig Staub aufwirbelte.
Aber die Landschaft war es wert und wir legten er am Lago Grey eine längere Fahrpause ein, um eine Landzunge zu umwandern. Dazu musste zunächst mal eine wackelige Hängebrücke überquert werden ...
Weiter ging's in nördlicher Richtung und wir kamen immer näher ans Torres Del Paine Massiv, dessen unterschiedliche Formationen mich wirklich beeindruckten.
Beim Einchecken erfuhren wir, dass es eine viel kürzere Strecke gegeben hätte, allerdings durch den Fluss!!! Ein Holländer mit Sohn und Tochter hatte es gewagt und war auch angekommen, aber sie wollten diese Strecke nicht noch einmal riskieren!
Die Estancia liegt zwar außerhalb des Nationalparks, wo Hotelpreise astronomisch hoch sind, hat - im Vergleich zu unseren anderen Unterkünften - aber dennoch ein sehr gehobenes Preisniveau; deshalb waren wir sehr enttäuscht, dass der in der Beschreibung angekündigte Whirlpool außer Betrieb war. Das Abendessen (nicht inklusive!) war dafür jedoch sehr schmackhaft: wir hatten uns alle für Lammkeule entschieden.
Übrigens: die Sonne geht hier gegen 22:30 unter und um 4:30 schon wieder auf!




















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