So, inzwischen sind Eliana und Lynne wieder zurückgefahren und Maria und ich hängen im Haus herum; sie arbeitet für die Schule (haha!) und ich versuche mein Fotobuch über meine App zu aktualisieren und die Bilder vom Handy irgendwie aufs iPad zu kriegen, was aber nicht klappt; vermutlich, weil beide unterschiedliche Apple-IDs haben. Ich hoffe auf meine deutsche Simkarte mit der alten Nummer! Aber womöglich sind dann die neuen Bilder weg...!?!? Ach, ist das ätzend!
Dann haben wir noch ein paar Dinge in Talagante besorgt, das kleine Städtchen, in dessen Nähe Maria wohnt. Sie lebt hier richtig auf dem Land, 42km von Santiago entfernt mit lausigem Internet und null (!) Postzustellung! Das muss man sich mal vorstellen! Sie lässt all ihre Post an die Adresse ihrer Tochter Melanie in Santiago schicken, das meiste kommt eh per Mail, sagt sie. Aber die Miete ist für dieses große Haus samt Pool und großzügigem Grundstück genauso hoch wie für das kleine, das sie früher in Santiago bewohnte, dessen Miete aber ständig anstieg. Ihr jetziges Domizil steht in einem sogenannten Condominio, eine kleine Straße mit Tor, das immer geschlossen ist. Reichere Bewohner haben auch einen Wachposten in einem kleinen Häuschen sitzen, doch Maria öffnet das Tor per Fernbedienung. Da sie seit 2 Jahren an einer neuen privaten Schule hier in der Nähe ist, hat sich der Umzug angeboten.
Immer wenn Maria aus ihrem Condominio fährt, taucht ein Hund auf, der dann jedes Mal seinen Hundekuchen bekommt! Er gehört angeblich niemandem hier, sieht aber keineswegs unterernährt aus, da wahrscheinlich jeder der Anwohner ihn ein bisschen versorgt. Auch in Talagante laufen unzählige Hunde frei herum, bzw. liegen eher herum; sie sind eigentlich alle gut genährt und teilweise richtig schöne Tiere, die man am liebsten mitnehmen möchte!
Talagante selbst ist ein nettes kleines Städtchen mit vielen Läden, Boutiquen und einem super gemütlichen Café, in das sie mich gleich am ersten Tag mitgenommen hatte. Im Zentrum liegt eine Grünanlage mit Pavillon und Plätzen zum Schachspielen und natürlich jeder Menge Hunde.
Apropos Hunde: Marias zwei kleine Racker haben uns ganz nett auf Trab gehalten. Auf dem Grundstück nebenan rennen natürlich auch Hunde rum und dazu ein paar Welpen, die das Interesse der Hündin Chiara besonders weckten. Wildes Gebelle am Zaun entlang gehört zur Tagesordnung. Plötzlich war aber Chiara auf der anderen Seite und wir suchten hinterher den zugewachsenen Zaun nach der Lücke ab, die dann verschlossen wurde. Das Gleiche passierte am nächsten Tag zur Straße hin und wieder fanden wir ein kleines Loch, das den Hunden nicht entgangen war!





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